1648

Am 17. Mai 1648 fechten die kaiserlichen Truppen und die schwedische Armee bei Zusmarshausen eine der letzten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges aus. Wenige Monate nach der „Schlacht am Roten Berg“ geht dieser Krieg mit dem „Westfälischen Frieden“ zu Ende. Die Legende besagt, dass die ausgezehrten Schweden nach jener Schlacht die Brauerei „Zum Grünen Baum“ am Zusmarshauser Marktplatz stürmten und dort alle Fässer leersoffen. Heute trägt sie den Namen Schwarzbräu. Jenem Ereignis verdankt das Schweden Pils übrigens seinen Namen. Der bekannte Fahnenschwinger stammt aus eben jener Zeit und ziert seitdem die Etiketten, Gläser und Krüge von Schwarzbräu. Als unverkennbares Markenzeichen erinnert er somit an die Geburtsstunde der heutigen Familienbrauerei im 17. Jahrhundert.

1888

Unter dem Hof der Brauerei wird ein Lagerkeller errichtet. Wie in diesen Zeiten üblich, muss das Bier mittels Eis, das zuvor aus dem nahegelegenen, brauereieigenen Eisweiher geschlagen wurde, gekühlt werden. Unter anderem ebnete dieses Verfahren den Weg für eine ganzjährige, untergärige Brauweise. Diese ist nämlich nur bei einer konstanten Temperatur zwischen 4°C und 9°C Grad möglich.

1927

Seit Generationen befindet sich die Brauerei am Marktplatz nun schon in Familienbesitz. Im Alter von 23 Jahren übernimmt Konrad Schwarz sen., Großvater des heutigen Inhabers Leopold, im Jahr 1927 das Anwesen am Marktplatz und verschreibt sich ganz und gar der Kunst des Bierbrauens. Mit nachhaltigem Erfolg.

1945

Der Zweite Weltkrieg geht auch an der Brauerei nicht spurlos vorbei. Kurz vor Ende des Krieges wird sie von den Amerikanern besetzt und vierzehn Soldaten quartieren sich dort ein. Schwarzbräu wird im Zuge dessen kurzerhand zur Militärbrauerei erklärt und stellt fortan für die alliierten Truppen Bier her.
Damit nicht alles in die Hände der Besatzer fällt, wird das wertvolle Malz an einem sicheren Ort versteckt: Es wird als dunkles Bockbier eingebraut und im tiefen Lagerkeller eingemauert. Später wird dieses Bier unter dem Namen „Schweden Bock“ verkauft. Auch heute lagert übrigens noch Schwarzbräus „Aged Bock“ über mehrere Jahre in jenem Gewölbe, um dort ungestört und in aller Ruhe reifen zu können.

1958

Als erste deutsche Brauerei gewinnt Schwarzbräu auf der Weltausstellung in Brüssel den ersten Preis, das sogenannte „Croix d‘Honneur“. Es sollen viele weitere nationale und internationale Preise folgen: Heute ist Schwarzbräu - mit knapp 400 Auszeichnungen aus aller Welt - die meistprämierte Brauerei Deutschlands.

Und jedes Jahr kommen neue Auszeichnungen hinzu.

Erfahrung

Mit der jahrelangen Erfahrung qualifizierter Mitarbeiter wird durch althergebrachte Brauverfahren, gepaart mit modernster Technologie, auch in Zukunft ein köstliches, traditionelles Bier gebraut. Solides Handwerk und technologischer Fortschritt gehen auf diese Weise eine glückliche Verbindung ein.

Malz, Hopfen, Wasser und Bierhefe

Auch heute noch braut Schwarzbräu nach traditionellen Rezepturen echte Premium-Biere, natürlich streng nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Als eine von nur noch sechs Brauereien in Bayern, erzeugt Schwarzbräu in der hauseigenen Mälzerei sein eigenes Malz aus regionaler Gerste. Eiszeitliches Brauwasser aus eigenem Tiefbrunnen, Bierhefe aus eigener Reinzucht und feinster Aromahopfen aus den nahegelegenen Anbaugebieten Tettnang, Spalt und der berühmten Hallertau bilden die Basis für hochwertigen Biergenuss.

Ruhe

Im Gär- und Lagerkeller bekommt das Bier auch in den hektischen Zeiten von Heute die Zeit, die es braucht, um einen reinen Geschmack und ausgezeichnete Bekömmlichkeit zu entwickeln. Ohne Eile, ohne Stress, lagert jedes Bier acht Wochen lang, bevor es in die Flaschen oder Fässer abgefüllt wird. Da Bier ein Naturprodukt ist, gehören zu diesen Maßstäben selbstverständlich auch höchste Umweltschutzstandards, denen die Familienbrauerei mehr als gerecht wird.