Die Chronik
1648
Am 17. Mai 1648 fechten die kaiserlichen Truppen und die schwedische Armee bei Zusmarshausen die „Schlacht am Roten Berg“ aus. Kurze Zeit später ist der 30-jährige Krieg mit dem Westfälischen Frieden zu Ende. Die Legende erzählt, dass die ausgezehrten Schweden nach der Schlacht die Brauerei „Zum Grünen Baum“, die heute Schwarzbräu heißt, stürmten und dort alle Fässer leersoffen. Diesem Ereignis verdankt das Schweden Pils übrigens seinen Namen. Hans Mayer, von Beruf Glaser und Bräu, betreibt in diesen Jahren die Brauerei mit dem Wahrzeichen des grünen Baums.
1871
Über 200 Jahre später, genauer seit 1871, ist das Gasthaus und die Brauerei im Besitz der Familie Schwarz. Im Jahr 1927 übernimmt Konrad Schwarz sen., Großvater der heutigen Inhaber, das Anwesen und verschreibt sich ganz und gar der Kunst des Bierbrauens.
1888
Unter dem Hof der Brauerei wird ein Lagerkeller errichtet. Wie damals üblich erfolgt die Kühlung mit Eis, das im Winter aus dem brauereieigenen Eisweiher geschlagen wurde.
1945
Der Zweite Weltkrieg geht auch an der Brauerei nicht spurlos vorbei. 1945 wird sie von den Amerikanern besetzt, vierzehn Soldaten quartieren sich dort ein. Schwarzbräu wird zur Militär-Brauerei erklärt und stellt für die amerikanischen Truppen Bier her. Damit nicht alles in die Hände der Besatzer fällt, wird das wertvolle Malz an einem sicheren Platz versteckt: Es wird als dunkles Bockbier eingebraut und im tiefen Lagerkeller eingemauert. Nach dem Krieg wird dieses Bier unter dem Namen „Schweden Bock“ auf den Markt gebracht.
Seit dieser Zeit ziert das Etikett ein Fahnenschwinger aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Dieser ist heute das Markenzeichen von Schwarzbräu.
1954
Als erste deutsche Brauerei gewinnt Schwarzbräu auf der Weltausstellung in Brüssel den ersten Preis und das „Croix d´ Honneur“ für den Schweden Bock. Viele weitere Auszeichnungen und Prämierungen folgen. Damit gehört Schwarzbräu zu den meistprämierten Brauereien Deutschlands.
Heute
Auch heute noch braut Schwarzbräu nach traditionellen Rezepturen ein echtes Premium-Bier gemäß dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Als eine der letzten Brauereien erzeugt Schwarzbräu aus regionaler Gerste in der eigenen Mälzerei Malz für den Eigenverbrauch. Brauwasser aus drei Tiefbrunnen, Bierhefe aus eigener Reinzucht und Hopfen aus Tettnang und der Hallertau sind die Basis für unverfälschten Biergenuss.
Mit der jahrelangen Erfahrung qualifizierter Mitarbeiter wird mit Hilfe von modernster Technologie, aber mit althergebrachten Brauverfahren, auch in Zukunft noch Bier gebraut.








